Natur, Umweltschutz und Energie

Der Klima- und Umweltschutz ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Er betrifft uns alle. Jeder sollte in seiner Verantwortung einen größtmöglichen Beitrag dazu leisten. Nur gemeinsam können wir diese globale Herausforderung auch lokal in Malsch angehen, indem wir den CO2-Ausstoß soweit als möglich reduzieren.

 

Ich führe deshalb einen mindestens CO2-neutralen Wahlkampf mit den entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen. 


Wir brauchen weitere Solardächer auf den Liegenschaften der Gemeinde Malsch. Als weitere große Fläche sollte das Rathausdach mit Fotovoltaik bedeckt und der produzierte Strom selbst genutzt werden. Das ist derzeit die sinnvollste Nutzung, denn damit kann die im Sommer im Rathaus dringend notwendige Klimaanlage betrieben werden. Das sichert den Eigenverbrauch und stellt damit die Kosten- und Nutzenrechnung auf realistische Beine. Die Sonne zusammen mit den aktuellen Förderprogrammen bezahlen beide Systeme und wir ersparen den Verwaltungsmitarbeitern heiße Sommertage.


Als Kreisrat habe ich in der Energiediskussion ein sogenanntes „Contracting Modell“ eingebracht. Damit können die vielen separaten privaten Dachflächen real einer Nutzung zugeführt werden. Selbstverständlich nur, wenn der Eigentümer dies wünscht und sich beteiligt. Dies gilt es gemeinsam im größeren Verbund anzugehen. Dieses Modell soll auch betagtere Mitbürger ermuntern, für die im Normalfall eine Dachsanierung mit anschließender solarer Nutzung nicht mehr rentabel erscheint. Auch auf Bundesebene sind steuerliche Entlastungen geplant. Das macht die Umsetzung auf dem eigenen Dach attraktiver und wahrscheinlicher.


Wir haben daheim die komplette Dachsüdseite mit Solar-Strom und Wärme ausgerüstet, sind vollauf begeistert und würden es jederzeit wieder tun. Über das Jahr gesehen produzieren wir mehr Strom als wir benötigen und die gewonnene Wärme reduziert die Notwendigkeit fossiler Brennstoffe erheblich.


Zusammen mit der Energieagentur des Landkreises Karlsruhe haben wir als Kommune bereits einige gute Ideen gesammelt und umgesetzt. Ich bin mir sicher, dass wir alle gemeinsam weitere gute Ideen haben werden.


Ich will dem Gemeinderat bezuschusste Aktionen vorschlagen, wie beispielsweise den Tausch von Heizungs- und Zirkulationspumpen in den privaten Gebäuden. Damit senken wir den unbewussten und unnötigen permanenten hohen Stromverbrauch.

Ein weiterer Punkt auf meiner Agenda ist und bleibt der Federbachbruch zwischen Malsch und Muggensturm. Dieses Moor muss als einer der großen CO2-Speicher auf unserer Gemarkung verlässlich sichergestellt bleiben und darf nicht austrocknen.


Meine Haltung zur Windkraft in unserem Schwachwindgebiet ist hinreichend bekannt. Die tatsächliche Stromausbeute ist deutlich zu gering im Vergleich zu der installierten Leistung und der damit verbundenen immensen Größe der Anlagen. Die Themen Landschaftsbild, Waldzerstörung und Artenschutz gilt es genauso im Blick zu haben wie auch die fehlende Speichermöglichkeit. Die Normenkontrollklage der Gemeinde Malsch war erfolgreich und die weiteren Schritte gilt es nun abzuwägen.


Um den lokalen Energiebedarf besser zu decken, sollten wir Solarparks eventuell entlang der Autobahn und Biomasseanlagen in Kooperation mit den Landwirten und weitere Alternativen in Erwägung ziehen.


Gerne würde ich jährlich gemeinsam mit Ihnen, für jeden der knapp 15.000 Bürger einen „eigenen“ Baum pflanzen. Diese Aktion schafft mehr WIR, mehr TUN und in Summe mehr Heimat und mehr Verbundenheit mit unserer Umwelt.